
In den Entwicklungsländern in Äquatornähe bricht gegen 18 Uhr die Nacht herein. Nur vereinzelt sorgen dann noch Kerzen oder Kerosinlampen für etwas Licht. Besonders hart trifft das die Kinder und Jugendlichen, denn sie müssen nach der Schule arbeiten, um zum Lebensunterhalt für die Familie beizutragen. Erst abends haben sie Zeit, Hausaufgaben zu machen oder zu lesen. Doch ohne Licht ist es dafür zu dunkel.
Besonders in weniger entwickelten Regionen müssen viele Unternehmer auf den Einsatz von elektrischen Maschinen verzichten. Sie können nur bedingt Güter produzieren, eine fortschrittliche Entwicklung bleibt ihnen verwehrt. Ein Großteil der erzeugten und dringend gebrauchten Lebensmittel verdirbt jeden Tag in der Hitze.
Der mangelnde Zugang zu Energie hindert die Bevölkerung daran, sich jenseits des täglichen Überlebenskampfs von ihrer Armut zu befreien. Noch immer leben 1,4 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Elektrizität.
Um diese Herausforderung auf einer globalen Ebene anzugehen, gründeten im Jahr 2008 Ashoka International und die canopus Stiftung die Solar for All Initiative. Ziel ist es, Menschen, die heute immer noch ohne Elektrizität leben müssen, mithilfe der Solarenergie (PV) den Zugang zu dezentraler umweltfreundlicher Energie zu erschließen und ihnen dadurch neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
Die Initiative wird heute von mehr als 50 internationalen Organisationen unterstützt, die sich für den Zugang zu sauberer Energie für die Ärmsten dieser Welt einsetzen.